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Leistung, vor der man den Hut zieht


Erfolgreicher Wintersportler und Weltmeister Martin Fleig trägt sich in das Goldene Buch der Gemeinde Gundelfingen ein.

Im Beisein von Vater Bernd und Mutter Regine trägt sich Martin Fleig ins Goldene Buch ein. Foto: Max Schuler

GUNDELFINGEN. Wenn Ringerlegende Adolf Seger (rechts) den mexikanischen Sombrero zieht, kannst du stolz auf dich sein. Wenn er es viermal hintereinander tut, bist du Weltklasse. Im Trauzimmer des Rathauses Gundelfingen ist genau das passiert zu Ehren des Weltmeisters Martin Fleig. Dieser hat sich dort im Beisein seiner Familie in das Goldene Buch der Gemeinde eingetragen.

"Vor Leistung muss man sich nicht genieren", sagte Seger, der schon des Öfteren im Kraftraum mit Fleig trainiert hat. Dort hat Seger offenbar das Versprechen geleistet, dass er den Hut ziehen wird, wenn Fleig eine Medaille von der Weltmeisterschaft der Sportler mit Behinderung nach Hause bringt. Am Ende waren es vier. Daher gab es auch vier Verneigungen.Wir sind stolz einen solchen Bürger zu haben", sagte Bürgermeister Raphael Walz. Dank Fleig sei der Name Gundelfingens in die Welt hinausgetragen worden, worüber sich der Rathauschef sehr freute. "Das war eine wahnsinnige Leistung, wofür man Ausdauer, Zielstrebigkeit, Fleiß und Leidenschaft benötigt", sagte Walz. Fleig würde dafür zwölf bis 16 Stunden in der Woche trainieren, wofür Walz, der selbst nicht unsportlich ist, seinen Respekt zollte.Fleig bedankte sich bei all seinen Unterstützern, seinen Trainern und der Familie. Der Gewinn des Gesamtweltcups krönte eine herausragende Leistung bei den Weltmeisterschaften. "Es ist echt anstrengend. Mein Alltag ist gut durchgetaktet. Auf der anderen Seite habe ich eine große Abwechslung und es macht mit immer noch Spaß", sagte der Sportler. Er hofft, dass er zusammen mit seinem Team auch weiterhin in der Erfolgsspur bleiben kann.
Landrätin, Frau Störr-Ritter,eine der  prominenten Gäste!

Der 27-jährige Martin Fleig ist querschnittsgelähmt. Der Leistungssportler arbeitet im Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald. Dies erwähnte auch der anwesende Präsident des Badischen Sportbunds, Gundolf Fleischer, in seinem Grußwort und verwies darauf, wie wichtig eine solche duale Karriere sei. Spitzensportler müssen aus seiner Sicht einen Beruf haben, damit sie nach der Karriere oder bei einer Verletzung ausreichend abgesichert sind. Fleischer verortete Fleig in der Weltspitze und nannte ihn ein "Beispiel für viele junge Nachwuchssportler".
Auch Erwin Grom, der Präsident des Badischen Behinderten- und Rehabilitationssportverbandes war anwesend. Er lobte Fleig ebenfalls, drosselte aber den Erwartungsdruck an den Sportler: "Wir erwarten nicht, dass sie Medaillen gewinnen, sondern, dass sie über die eigenen Grenzen hinaus gehen." Darauf komme es im Sport an. Der für Fleig zuständige Bundestrainer der Paranordics, Ralf Rombach, stellte in seiner Rede heraus, wie außergewöhnlich Fleigs Leistung ist. Für seinen Erfolg sei die Unterstützung durch die Familie und insbesondere die der Mutter mitentscheidend gewesen: "Sonst wäre es nie so weit gekommen."

Martin Fleigs Erfolg

Martin Fleig hat bei der diesjährigen Weltmeisterschaft der Sportler mit Behinderung in Finsterau zwei Gold- und eine Bronzemedaille im Biathlon sowie eine Bronzemedaille im Langlauf gewonnen. Zudem hat er den Biathlon-Gesamtweltcup im japanischen Sapporo gewonnen. Fleig startet für den Ring der Körperbehinderten Freiburg.